Operation in der Klinik: Das sollten Sie wissen

Eine bevorstehende Operation bedeutet für viele Patienten Unsicherheit und Ängste.

Wir möchten Sie auf dieser Seite mit Infomationen versorgen und auf Ihre bevorstehende Operation vorbereiten.

 

 

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Ablauf einer Operation

Vor der Operation erfolgt die ausführliche Aufklärung des Patienten vom behandelnden Chirurgen über den Ablauf der geplanten Operation und ihre möglichen Risiken und Komplikationen. Dieses findet entweder am Vortag der Operation auf der Normalstation statt oder bereits in unserer Hochschulambulanz. Der Narkosearzt klärt den Patienten über den Ablauf der Narkose und deren mögliche Risiken auf. Sowohl der Operateur als auch der Narkosearzt beschäftigen sich am OP-Vortag intensiv mit der Krankengeschichte und stellen sich beim Patienten persönlich vor, um ihn während der Operation optimal behandeln zu können.

Die Reihenfolge geplanter Operationen und ihre Zuordnung zu den Operationssälen werden in einem Operationsplan am OP-Vortag festgelegt. Ab 14.30 Uhr können Sie Ihren OP-Termin für den Folgetag erfahren. Bitte haben Sie Verständnis, dass sich OP-Termine manchmal verschieben, da wir als große universitäre Abteilung auch nicht-planbare Operationen, wie z. B. bei Verkehrsunfällen etc. haben.

Die Operationen beginnen um 8 Uhr morgens. Findet die Operation in Vollnarkose statt, müssen die Patienten ab Mitternacht nüchtern sein (nichts essen und trinken). Ca. 1 Stunde vor der geplanten Operation beginnt die Vorbereitung. Die Patienten erhalten eine Tablette zur Beruhigung. Bei der OP-Vorbereitung (OP-Hemd anziehen, Schmuck ausziehen) ist das Pflegepersonal natürlich behilflich. Ca. 30-45 Minuten von der geplanten Operation wird der Patient in den Vorraum des OP-Saals gefahren. Hier wird der Patient vom Narkosearzt und der Narkoseschwester begrüßt. Es besteht auch hier die Möglichkeit zu Rückfragen und einem beruhigenden Gespräch. Im OP-Vorraum erfolgt dann die Narkoseeinleitung: Dem Patienten werden vom Narkosearzt Schmerz- und Schlafmittel und Medikamente zur Erschlaffung der Muskulatur verabreicht und die Beatmung begonnen.

Dann erfolgt der Transport in den benachbarten OP-Saal. Dort wird der Patient nicht nur von Narkosearzt und –schwester, sondern auch von Operateur und (je nach Größe der Operation) ein bis drei Assistenten, einer instrumentierenden Schwester, die die entsprechenden chirurgischen Instrumente anreicht und einem Springer, der Instrumente und Materialien aus den Schränken holt, betreut. Während einer Operation kümmern sich also 6-8 Ärzte und Schwestern um den Patienten.

Im OP-Saal wird der Patient zunächst optimal gelagert, die Haare im OP-Gebiet entfernt und die Haut durch verschiedene Substanzen gereinigt, so dass ein bakterienfreies OP-Gebiet resultiert. Nach dem Abdecken des OP-Gebietes mit sterilen Tüchern beginnt die Operation.

Der Patient bekommt von der Operation nichts mit, weil er in tiefer Narkose ist. Die Tiefe der Narkose und alle wichtigen Kreislaufwerte werden während der Operation kontinuierlich über einen Monitor überwacht, so dass bei Bedarf Schlafmittel oder Schmerzmittel oder Flüssigkeit über die Vene verabreicht werden können. Operateur und Narkosearzt haben während der Operation Blickkontakt, halten sich über den Fortgang der Operation auf dem Laufenden und können so beim seltenen Auftreten von Schwierigkeiten schnell handeln.

Nach Beendigung der Operation lässt der Narkosearzt den Patienten im OP-Saal aufwachen und entfernt den Beatmungsschlauch. Der Patient wird in den nur wenige Meter entfernten Aufwachraum gefahren und dort von einem Team aus Narkoseärzten und –schwestern begrüßt. Im Aufwachraum werden die Kreislaufwerte kontinuierlich am Monitor überwacht und die Wachheit des Patienten überprüft. Der Aufenthalt im Aufwachraum dauert ca. 2-3 Stunden.

Je nach Größe und Verlauf der Operation und den Grunderkrankungen des Patienten wird der Patient aus dem Aufwachraum entweder auf die Normalstation in sein Zimmer oder auf die interdisziplinäre operative Intensivstation gebracht und dort weiter betreut.